Testberichte

OKI MC561dn: Sehr gut [PC Pr@xis, Ausgabe 06/2011]

09/05/2011

Platzsparender Bürodiener

award_mc561dn_pcpraxis_sehrgut_06-2011_250px.gifPlatz ist ein teures Gut und wenn man dafür in Form von Büroraum extra bezahlen muss, erst Recht. Also ist es sinnvoll, seinen Gerätepark so klein wie möglich zu halten. Dabei hilft Ihnen Okis Multifunktionsgerät MCC561dn, denn der Alleskönner passt zwar nicht mehr ganz auf einen Schreibtisch, ist aber auch kein gigantischer Turm, der nur noch auf dem Flur abgestellt werden kann: Geht man davon aus, dass man hin und wieder den oberen Teil, der das übersichtliche Bedienpanel, den Scanner und die zugehörige automatische Dokumentenzuführung umfasst, aufklappen muss, sollte man etwa 66 cm Stelltiefe einkalkulieren; in der Breite sind etwa 43 cm nötig.

Damit verdient sich die Oki-Maschine durchaus das Prädikat "kompakt", denn immerhin druckt sie in Farbe, und zwar 26 Seiten pro Minute. Im Monochrom-Druck steigt die Geschwindigkeit sogar auf 30 Seiten, und das in hervorragender Qualität. Es gibt so gut wie keine Toner-Sprenkel; die Schrift ist gestochen scharf. Im Farbdruck allerdings muss man, je nach Vorlage, mit dem Konfigurationspotenzial, das der Treiber bietet, sehr behutsam umgehen. Denn das Aktivieren des Fotodruck-Modus kann durchaus das Endergebnis verschlimmbessern, weil es zu einer Überzeichnung der Farben führt. Das bedeutet jedoch nicht, dass beispielsweise ein Immobilienmakler mit dem MC561dn keine vernünftigen Exposees drucken könnte - er darf nur nicht alles aktivieren, von dem er glaubt, es sorge für bessere Bilder.

Tatsächlich druckt und kopiert der Oki dann am besten, wenn man bestenfalls noch die Auflösung hochschraubt - jedenfalls gilt das, wenn die Vorlagendatei an sich gut und für den Druck optimiert ist. Dank eines sehr ordentlichen Scanners stellt übrigens auch das Erfassen von Fotos oder Dokumenten kein Problem dar, wobei das praktischerweise vom Gerät aus direkt oder aber via USB respektive LAN auch vom PC aus erledigt werden kann.

Technisch lässt der MC561 keine Wünsche offen; mit 256 MB Speicher und einer 4-GB-Speicherkarte ist er serienmäßig praxistauglich ausgerüstet, kann aber, wenn nötig, bis auf 768 MB (RAM) / 16 GB (SD-Card) hochgerüstet werden. Ebenfalls aufrüstbar ist die Papierzufuhr: Mit maximal 880 Blatt kann die Maschine gefüttert werden. Dabei beträgt das maximale Papiergewicht 220 g/m2, wobei deutlich spektakulärer ist, dass die Duplexeinheit auch mit 176-Gramm-Papier fertig wird. Für Dinge wie Speisekarten beispielsweise ist das durchaus sinnvoll. Und auch in der Praxis realistisch umsetzbar, weil die Druckkosten überschaubar bleiben. Mit etwa 1,3 Cent für eine Schwarzweißseite ist die Maschine recht günstig, und daran ändert sich angesichts von 8 Cent/Seite im Farbdruck auch nichts. Hinzu kommt, dass sie auch einen Tiefschlafmodus beherrscht, in dem der Strombedarf auf weniger als 1,5 Watt sinkt. Zwar kann man den Alleskönner auch komplett abschalten, aber das führt dazu, dass auch das Faxgerät nicht mehr funktioniert. (Markus Mizgalski)

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