Testberichte

OKI B431dn: Sehr Gut [ZDNet, online 08.03.2011]

08/03/2011

Der OKI B431dn im Test

oki_b431dn_zdnet_sehrgut_08-03-2011Der Oki B431DN ist ein sehr belastbarer Monochrom-LED-Drucker mit einer hohen Ausgabegeschwindigkeit und guter Druckqualität. Angesichts seiner Zusatzfunktionen wie der Duplexeinheit und einem großen Papiervorrat bietet der Oki B431DN ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. ZDNet hat sich den LED-Drucker angesehen.

Design und Ausstattung
Wie bei den meisten Monochromdruckern fällt auch beim Oki B431DN die Optik eher unspektakulär aus. Doch was ihm vielleicht an Eleganz fehlt, macht er durch seine Vielseitigkeit wieder wett. Der Drucker lässt sich mit einem Gewicht von 12 Kilo (Durchschnitt für Laserdrucker) leicht anheben und mit seinen Abmessungen von rund 39 mal 37 mal 25 Zentimetern vergleichsweise gut transportieren. Die Bedienung des Gerätes erfolgt vorwiegend an der Geräteoberseite. Dort befinden sich das Standardausgabefach mit einer kleinen Plastikverlängerung, die sich zur besseren Führung der fertigen Ausdrucke ausklappen lässt, sowie die Bedienelemente und das Display. Da der B431DN nur in Schwarzweiß druckt, gestaltet sich die Handhabung verhältnismäßig einfach und ein zweizeiliges LC-Display reicht vollkommen aus. Unterhalb des Displays befinden sich ein Richtungspad zur Navigation durch die Bildschirmmenüs sowie die Online-Taste, eine Abbruch-Taste und zwei kleine LED-Leuchten, die signalisieren, ob der Drucker bereit ist oder ob eventuell Probleme behoben werden müssen. Das 250-Blatt-Papierfach lässt sich unten aus dem Drucker ziehen und verfügt an jeder Seite über Führungsklemmen, mit denen sich die unterschiedlichen Papierformate einstellen lassen. Zudem können 100 Blatt zusätzlich in das Mehrzweckfach über dem Hauptpapierfach eingelegt werden, was das Gesamtfassungsvermögen auf beeindruckende 350 Blatt erhöht. Zum Vergleich: der Samsung ML-2851 bietet zum selben Preis nur ein 250-Blatt-Papierfach. Optional ist beim Oki sogar eine Erweiterung auf bis zu 880 Blatt Papier möglich. Die Einrichtung des Oki B431DN geht sehr schnell: Man muss nur die Treiber-CD einlegen und den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen. Der gesamte Prozess nimmt weniger als zehn Minuten in Anspruch, wenn man ein USB-Kabel benutzt (nicht im Lieferumfang). Man kann den Drucker jedoch auch mit einem älteren Parallelkabel (nicht im Lieferumfang) an den Computer anschließen. Die CD führt dann durch die Netzwerkeinrichtung. Die Software erkennt den Drucker automatisch und installiert ihn mittels TCP/IP-Protokoll im Netzwerk, wofür eine IP-Adresse erforderlich ist. Kompatibel ist der B431DN mit verschiedenen Betriebssystemen wie Windows 7, Vista, XP und noch älteren Versionen sowie Mac OS 10.3 und höher.

Der besondere Reiz des Oki B431DN liegt in seiner einfachen Einrichtung und der hohen Benutzerfreundlichkeit. Dennoch wäre es begrüßenswert, wenn die Software eine Bildschirmanzeige für den Druckfortschritt oder Tonerstand bieten würde. Kleine Details wie diese fallen jedoch nicht sonderlich ins Gewicht, da Oki andere Besonderheiten bietet, wie beispielsweise die integrierte Duplexeinheit, mit der sich durch beidseitiges Bedrucken eines Blattes Papierkosten sparen lassen.

Performance
Hinsichtlich der Ausgabegeschwindigkeit erweist sich der Oki B431DN als effizienter Drucker und kann durch seine Schnelligkeit gegenüber Konkurrenzprodukten punkten. Auf der Oki-Produktseite sind 38 A4-Seiten pro Minute (40 Legal-Seiten pro Minute) angegeben; diese Angaben können in allen drei Kategorien in etwa bestätigt werden. In den Tests ergeben sich beim Druck im Legal-Format 38,16 Seiten pro Minute für den zehnseitigen Präsentationstest, 33,3 Seiten pro Minute beim Ausdruck von Grafiken und 33,86 Seiten pro Minute für eine einfache Seite mit schwarzem Text. Wer beim Druckerkauf auf Geschwindigkeit achtet, kommt beim B431DN voll auf seine Kosten.

Beim Oki B431DN handelt es sich um einen LED-Drucker, der auf Leuchtdioden statt Laser setzt, und eine ökonomische Alternative zum typischen Laserdrucker darstellt, da LEDs unter anderem weniger bewegliche interne Teile benötigen. Die LED-Belichtungseinheit besteht aus einer Zeile mit tausenden einzelner Leuchtdioden verteilt über die gesamte Breite der Bildtrommel, die das Licht durch Fokussierlinsen direkt auf die Oberfläche der Bildtrommel werfen. Durch den kürzeren optischen Weg auf LED-Druckköpfen ist eine geringere physikalische Größe als bei klassischen Laserdruckern möglich, dafür ist die Auflösung fest. Beim Drucken der üblichen Testgrafiken und Textseiten ist die Qualität für einfache Grafiken und Dokumente vollkommen ausreichend. Will man aber Fotos oder Dokumente in Präsentationsqualität ausdrucken, sollte man eventuell doch den Kauf eines Tintenstrahldruckers mit mehreren Patronen oder sogar eines Farblaserdruckers in Betracht ziehen.

Fazit
Mit seinem unspektakulären Gehäuse könnte der Oki B431DN zwischen anderen Monochromlaserdruckern leicht übersehen werden, doch er ist in jedem Fall mehr als nur einen Blick wert. Laserdrucker mit Zusatzfunktionen wie einer Duplexeinheit für beidseitiges Drucken, einem extragroßem 350-Blatt-Papierfach und einem Ethernet-Anschluss, über den mehrere Anwender gleichzeitig drucken können, sind üblicherweise teurer. Der Oki B431DN bietet all diese Features für 363 Euro, druckt zudem schnell, liefert eine hervorragende Bildqualität und ist mit dem blauen Engel ausgezeichnet. Er bietet sich damit für kleine Unternehmen und den Einsatz im Homeoffice bestens an. [Anja Schmoll-Trautmann, Justin Yu]