Testberichte

OKI C830n: Testsieger [MACup, Ausgabe 08/2010]

01/07/2010

Flexibel drucken

award_C830n_macup_testsieger_07-2010_200px.jpgWo sich für den Privatanwender der A3-Tintendrucker anbietet, wenn es mal etwas größer sein soll, bleibt dem Profi manchmal keineWahl: EinA3-Farblaserdrucker muss her, wenn A4-Layouts mit Beschnittmarken schnell gedruckt oder Flyer und Broschüren in Kleinauflagen produziert werden sollen. Selbst wenn man sich das preisgünstigste Gerät ins Büro stellt, druckt dieses immer noch zehn A3-Farbseiten proMinute, und da kommt auch der flotteste Tintendrucker nicht mit.

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FAZIT
Auch der preisgünstigste A3-Laserdrucker ist schon ein ausgewachsenes Stück Technik, das gerade noch alleine herumgewuchtet werden kann und auf den meisten Schreibtischen keinen Platz mehr findet. Trotzdem verwundert es nicht, dass die vier Geräte im Test sich in drei Kategorien teilen lassen. Der Color LaserJet CP5225n von HP ist als Einsteiger-A3-Drucker zu verstehen: Er eignet sich gut, wenn A3-Ausdrucke nötig sind – aber nicht zu schnell und nicht zu oft. Das zeigt der Aufbau mit Kombi-Verbrauchsmaterialien für einfachen Wechsel ohne „Fachpersonal“, aber auch die im Vergleich geringe Leistung von 20 Seiten pro Minute. Würde der Mac-Treiber die Farbausgabe korrekt ansteuern, gäbe es am Gerät fast nichts auszusetzen. Deutlich mehr Standfestigkeit versprechen die beiden nahezu baugleichen Geräte von Epson und Konica Minolta. Die Reichweite des schwarzen Toners von Epson für den AcuLaser C9200N – 21.000 Seiten – kann hierfür durchaus als Statement gesehen werden. Konica Minolta liefert für den magicolor 7450II GA lediglich Verbrauchsmaterial für maximal 15.000 Seiten. Die beiden Geräte sind, obwohl ihre Seitenleistung nicht sehr über der des Color LaserJets liegt, für höhere Druckvolumina ausgelegt. Diese beiden Geräte sollten auch tausend Blatt am Tag ohne Murren vertragen. Auch das maximale monatliche Druckvolumen liegt fast beim Doppelten der von HP angegebenen 75.000 Seiten. Wer regelmäßig größere Aufträge im Format A3 drucken möchte, sollte zu einem dieser beiden Geräte greifen. Mit Original Adobe Postscript 3 und wegen der leichten Treiberprobleme desmagicolor beim Textdruck ist der AcuLaser von Epson die bessereWahl. Der C830n von OKI hingegen ist zwar deutlich schneller als die anderen, bietet aber nur wenig mehr Toner-Reichweite als HP. Immerhin kann man den Toner wechseln und die Drucktrommeln weiter verwenden. Hier helfen der gerade Papierdurchlauf und die große Medienvielfalt, die OKI im Programm hat, diesen Drucker für den Einsatz im kreativen Umfeld zu qualifizieren. Als SW-und Farbdrucker der Schnellste im Test, aber nicht für so viel Durchsatz geeignet wie die eben genannten, erringt OKI als das vielseitigste Gerät im Test den Sieg.

Guido Sieber/ok

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