OKI C830dn: Sehr gut [Business & IT, Ausgabe 03/2009]
23/02/2009
"Die Formatvielfalt, das reiche Medienangebot und zuletzt der trickreiche Tacker, der nur wenige Euro kostet, machen diesen Farblaser zum kleinen Marketingwunder."
Farblaserdrucker im A3-Format verfügen über unendlich viele Anwendungsmöglichkeiten. OKI bietet mit dem C830 noch eine mehr.
OKI wurde vor allem durch seine robuste LED-Technologie bei Druckern bekannt. Tatsächlich ist der C830 mit den vier LED-Leisten robuster und zuverlässiger als die Kollegen von der Laserfraktion mit ihren rotierenden Spiegelsystemen, und hinsichtlich Druckqualität und Tempo kann er punkten.
Zwar ist der über 40 Kilogramm wiegende Bolide als A3-Drucker ausgelegt, er kann aber auch DIN A4 (und viele andere Formate) verarbeiten. Bei DIN A4 bringt es das Druckwerk auf 30 Seiten pro Minute im Vollfarbdruck. Bei monochromen Dokumenten legt der Drucker nochmals zwei Seiten in der Minute zu. Bei DIN A3 sind es rasante 16 Seiten pro Minute in Vollfarbe.
Leuchtende Farben und hohe Auflösung
Die Ausdrucke bestechen durch ein sattes Schwarz, leuchtende Farben und hohe Auflösung - es gibt nichts zu beanstanden. Die Dokumente sehen aus, als kämen sie direkt aus der Druckerei. Zudem bietet OKI eine reiche Palette an Druckmedien an. Das reicht von beschichtetem Normalpapier bis zum Strukturkarton mit Metallic-Effekt. Das Angebot beinhaltet auch besondere Druckmedien wie Folien, CD-Label, Etiketten, Papiere bis 220 g/m² und Banner bis 1.320 mm Länge.
Auch die Formatvielfalt besticht: DIN A6 lässt sich genauso verarbeiten wie DIN A3. Damit kann der Nutzer Poster, Kunstdrucke oder aufwändiges und edles POS-Material generieren. OKI trifft mit dem C830 den Zeitgeist, denn Inhousing und On Demand sind zwei hochaktuelle Trends im Marketing-Bereich.
Anschluss findet der OKI Drucker über USB oder Netzwerk. Die Ethernet-Schnittstelle ist bei allen Modellen serienmäßig vorhanden. Trotz des moderaten Einstiegspreises handelt es sich bei der C830er-Familie nicht um abgespeckte GDI-Drucker, sondern um vollwertige Maschinen mit PCL6 und Postscript.
Beim Einstiegsmodell ist die Duplexeinheit nur optional erhältlich. Daher sollte der Käufer lieber gleich zum C830dn greifen, der bereits den automatischen Papierwender in der Grundausstattung mitbringt.
Mit seinem Standardspeicher von 256 MByte RAM und einer optionalen Festplatte mit 40 GByte Kapazität offeriert er zudem erweiterte Funktionalitäten wie Secure Printing, Proof-Printing, Daten-Verschlüsselung, Formulardruck und das Speichern von Benutzerprofilen.
Der C830 kann noch mehr: Über den Treiber lässt sich die Funktion für den Prospektdruck aktivieren. Bei unserem Testmodell mit integrierter Duplexeinheit sortiert der Treiber zum Beispiel die DIN-A4-Seiten, um sie dann auf die Vorder- und Rückseite eines DIN-A3-Bogens zu drucken. Sie müssen es nur noch in der Mitte falten, fertig ist der Werbe-Folder oder das Handout für den Kunden. Das geht auch mit 8, 12, 16 und mehr Seiten.
Ein ganz besonderer Tacker
Da herkömmliche Hefter (Tacker) zu kurz sind, um einen Mittelfalz zu klammern, hat sich OKI etwas einfallen lassen: einen einfachen Tacker mit drehbarem Klammermechanismus. Dieser lässt sich uni 90 Grad herausdrehen, so dass die Klammer auch um 90 Grad gedreht ist. Einfach von oben und unten klammern, und fertig ist das DIN-A4-Booklet. Für die Großserie ist das keine Lösung, aber für Einzelexemplare und Kleinserien funktioniert das prima.
Die Preise des C830 reichen von 2.560 Euro für das Einstiegsmodell mit Netzwerk-Anschluss bis zu 3.090 Euro für das Topmodell mit Duplexeinheit und zweitem Papierfach,
Die Anwendungsvielfalt des C830 ist unerwartet groß. Die Formatvielfalt, das reiche Medienangebot und zuletzt der trickreiche Tacker, der nur wenige Euro kostet, machen diesen Farblaser zum kleinen Marketingwunder. [ae]

